
Russland plant AKW auf dem Mond bis Mitte der 2030er Jahre

Russland plant, eine Energiegrundlage für Mondmissionen durch den Bau eines Atomkraftwerks auf dem Mond zu schaffen, erklärt der Leiter des russischen Atomkonzerns Rosatom Alexei Lichatschow.
Bei einem Auftritt auf dem Forum Discover Atom vor internationalen Wissenschaftlern am 15. Oktober betonte Lichatschow, dass Atomenergie für die Einrichtung von außerirdischen Stationen fundamental sei, und erklärte:

"Zur Mitte des nächsten Jahrzehnts müssen wir eine Atomenergieanlage auf dem Mond schaffen, um eine solche außerirdische Station zu organisieren."
Zuvor hatte Russland im Juni die strategischen Ziele und Hauptstadien der Entwicklung der eigenen Weltraumbranche bis 2036 veröffentlicht. Demnach seien unter anderem der Bau von Infrastruktur auf dem Mond, die Einrichtung einer Orbitalstation sowie die Erforschung des Einflusses von Weltraumflügen auf lebende Organismen geplant. Langfristig sieht die Strategie auch eine Erschließung von Mars und Venus sowie den Bau von atombetriebenen Weltraumfahrzeugen für den tieferen Kosmos vor.
Der Start der nächsten russischen Mondmission, Luna-26, ist für das Jahr 2028 vorgesehen, in den Jahren 2029 und 2030 sollen die Flüge der Luna-27/1 und Luna-27/2 und im Zeitraum von 2032 bis 2036 die größeren Missionen Luna-28, Luna-29 und Luna-30 folgen.
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