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Liveticker Ukraine-Krieg: Ukrainisches Militär bestätigt Vormarsch russischer Truppen in Bachmut

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Ukrainisches Militär bestätigt Vormarsch russischer Truppen in BachmutQuelle: Sputnik © Sergei Awerin
  • 5.02.2023 14:39 Uhr

    14:39 Uhr

    Ukrainische Streitkräfte erkennen Vormarsch russischer Truppen in Bachmut an

    Jewgeni Koschirnow, ein ukrainischer Militärangehöriger des Adam-Bataillons, hat im Fernsehsender Rada bestätigt, dass die russischen Kräfte in Bachmut (Artjomowsk) vorgerückt seien:

    "In vier Monaten haben sie bis zu acht Kilometer zurückgelegt. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Munitionsversorgung von Bachmut zu unterbrechen und uns aus der Stadt zu vertreiben."

    Koschirnow fügte hinzu, dass die Stadt "ein sehr unsicherer Ort" bleibe.

  • 14:10 Uhr

    DDR-General a. D. im Exklusiv-Interview für RT: Bundesregierung geht leichtfertig mit Ukraine-Konflikt um

    Zwei ehemalige Generäle der Nationalen Volksarmee der DDR rufen zum Protest auf. Zwei offene Briefe an die russische Botschaft schlagen bereits erste Wellen in der Zivilgesellschaft. Generalleutnant a. D. Manfred Grätz und Generalmajor a. D. Sebald Daum prangern die Entscheidung der Bundesregierung an, Leopard-2-Panzer an die Ukraine zu liefern. Einem RT-Korrespondenten ist es gelungen, Generalleutnant a. D. Grätz zu interviewen.

  • 13:34 Uhr

    Russische Truppen unterbinden Aktivitäten von sechs ukrainischen Sabotage- und Aufklärungsgruppen

    Das russische Verteidigungsministerium hat in seinem Frontbericht vom Sonntag bekannt gegeben, dass in den vergangenen 24 Stunden im Gebiet Charkow und in der Volksrepublik Lugansk die Aktivitäten von insgesamt sechs ukrainischen Sabotage- und Aufklärungstrupps unterbunden worden seien. Wie der Sprecher der Behörde, Generalleutnant Igor Konaschenkow, sagte, seien infolge russischer Angriffe am Frontabschnitt Kupjansk bis zu 35 ukrainische Soldaten ums Leben gekommen.

    Die ukrainischen Personalverluste am Frontabschnitt Krasny Liman bezifferte der russische Militärsprecher auf mehr als 120 Soldaten. Zudem habe der Gegner dort einen Schützenpanzer und drei weitere Panzerfahrzeuge verloren.  

    Nach Angaben von Konaschenkow habe die russische Armee am Frontabschnitt Donezk ihren Vormarsch fortgesetzt und dabei günstigere Positionen bezogen. In den letzten 24 Stunden seien dort mehr als 115 ukrainische Soldaten getötet worden. Drei gegnerische Schützenpanzer, eine Haubitze vom Typ D-20 und eine Haubitze vom Typ D-30 seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Südlich von Donezk und im Gebiet Saporoschje seien mehr als 130 ukrainische Armeeangehörige getötet worden. Dort seien außerdem zwei Kampfpanzer, ein Schützenpanzer, zwei Panzerfahrzeuge, eine Selbstfahrlafette vom Typ Gwosdika sowie Haubitzen vom Typ D-30 und D-20 zerstört worden. In der Nähe der Stadt Ugledar habe die russische Armee ein ukrainisches Lager mit Artilleriemunition getroffen, erklärte Konaschenkow.      

    Anschließend meldete der Militärsprecher die Zerstörung einer Haubitze vom Typ D-30 und einer Selbstfahrlafette vom Typ Akazija der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Cherson.

  • 13:08 Uhr

    Scholz wirbt bei Nord-SPD um Vertrauen in die Sicherheitspolitik

    Bundeskanzler Olaf Scholz hat bei einem Landesparteitag der schleswig-holsteinischen SPD um Vertrauen in die Sicherheitspolitik seiner Regierung geworben.

    "Vertrauen Sie mir, vertrauen Sie dieser Regierung."

    Er werde weiter abgewogen handeln, sagte er am Sonntag in Husum zum inzwischen fast ein Jahr dauernden Ukraine-Krieg.

    Zu Waffenlieferungen an die Ukraine sagte Scholz, jede Entscheidung werde sorgfältig abgewogen.

    "Wir haben nie alleine gehandelt. Ich bin ganz sicher, das ist richtig so."

    Er wisse, dass viele Menschen hinter dieser Haltung stünden, sagte der Bundeskanzler.

  • 12:41 Uhr

    Sacharowa kontert Borrell: EU-Militärs schon längst in der Ukraine tätig

    Der Hohe Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, hat in einem Interview für die spanische Zeitung El País erklärt, dass die EU-Mitgliedsstaaten niemals die Möglichkeit erörtert hätten, ihre Militärs zur Beteiligung an dem Ukraine-Konflikt zu schicken.   

    "Wir wären eine Konfliktseite, wenn wir Truppen dorthin geschickt hätten."

    Solche Handlungen stünden selbstverständlich nicht auf der Tagesordnung. Man sollte der Ukraine mit allen anderen möglichen Mitteln helfen, betonte Borrell.

    Die Sprecherin des Außenministeriums der Russischen Föderation, Maria Sacharowa, sah in dieser Aussage des EU-Außenbeauftragten einen Widerspruch. Auf Telegram schrieb sie:

    "Ich habe große Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des Gärtners Borrell. Armeeangehörige aus EU-Mitgliedsstaaten sind schon längst in die Ukraine geschickt worden – als Ausbilder, als Geheimdienstler und als Söldner. Dabei hat ihre Entsendung lange vor dem Jahr 2022 begonnen."

    Mehr zum Thema  Borrell zur Weltlage: Europa ist ein Garten, die übrige Welt ein Dschungel

  • 12:09 Uhr

    Spitze der Unionsfraktion fordert Flüchtlingsgipfel mit Scholz

    Die Spitze der Unionsfraktion hat angesichts zunehmender Probleme bei der Unterbringung von Flüchtlingen einen Gipfel von Bundeskanzler Olaf Scholz mit den Bundesländern gefordert. Der parlamentarische Geschäftsführer der Union im Bundestag, Thorsten Frei, sagte dem Tagesspiegel am Sonntag, dort müsse über eine "Begrenzung der Asylmigration und eine Lösung für Verteilung, Versorgung und Unterbringung" gesprochen werden.

    "Es kann bei einem solchen Gipfel aber nicht allein um eine Verteilung der Kosten für Aufnahme und Unterbringung gehen. Wir müssen endlich über effektive Maßnahmen zur Begrenzung der Asylmigration sprechen."

    Zuvor hatten Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst und auch andere Vertreter von Ländern und Kommunen vor einer Überlastung durch steigende Flüchtlingszahlen gewarnt.

    In Deutschland hatten im vergangenen Jahr so viele Menschen Asyl beantragt, wie seit dem Jahr 2016 nicht mehr. Knapp 218.000 Menschen stellten laut Jahresstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge erstmalig in Deutschland ein solches Schutzersuchen. Das waren knapp 47 Prozent mehr als im Jahr 2021. Die rund eine Million Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die im vergangenen Jahr in Deutschland Aufnahme fanden, mussten keinen Asylantrag stellen. Sie erhalten auf Basis einer EU-Richtlinie unmittelbar vorübergehenden Schutz.

  • 11:35 Uhr

    Russlands Botschafter in Dänemark: Ukrainische Botschaft in Kopenhagen warb Söldner an

    Der russische Botschafter in Dänemark, Wladimir Barbin, hat schwere Vorwürfe gegen die ukrainische Botschaft in Kopenhagen und die dänische Regierung erhoben. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti sagte der Diplomat, dass es Hinweise dafür gebe, dass dänische Söldner in der Ukraine aktiv seien.   

    "Die dänische Regierung hat deren Anwerbung durch die ukrainische Botschaft in Kopenhagen nicht verhindert, obwohl eine solche Tätigkeit dem Status der diplomatischen Vertretung widerspricht."   

    Anfang November 2022 hatte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erklärt, dass in die Ukraine mehr als 8.000 Söldner aus mehr als 60 Ländern der Welt gereist seien. Der Großteil von ihnen stamme aus Polen, den USA, Kanada, den baltischen Ländern, Rumänien und Großbritannien, obwohl das Söldnerwesen in vielen Ländern untersagt sei und strafrechtlich verfolgt werde. Mehr als 3.000 Söldner seien getötet worden, weitere 3.000 seien inzwischen heimgekehrt.

  • 11:04 Uhr

    RT DE-Exklusiv-Bericht aus einem Krankenhaus in VR Lugansk

    Die zivile Infrastruktur der Volksrepubliken Donezk und Lugansk steht unter andauerndem Beschuss. Viele Menschen werden mit schweren Verletzungen in lokale Krankenhäuser eingeliefert. RT DE-Korrespondent Iwan Poljanskij hat mit einigen Verwundeten gesprochen.

  • 10:36 Uhr

    Wagner-Chef Prigoschin dementiert Rückzug der ukrainischen Armee aus Artjomowsk: "Gekämpft wird um jedes Treppenhaus"

    Der Gründer des privaten Militärunternehmens Wagner, Jewgeni Prigoschin, hat am Samstag über seinen Pressedienst Medienberichte kommentiert, wonach sich die ukrainische Armee aus den nördlichen Vierteln von Artjomowsk (Bachmut) zurückziehe. Prigoschin verneinte dies.   

    "Die ukrainischen Streitkräfte kämpfen bis aufs äußerste. In den nördlichen Vierteln von Artjomowsk wird um jede Straße, um jedes Haus, um jedes Treppenhaus erbittert gekämpft."

    Es sei natürlich angenehm, dass diese Medien sich einen Rückzug der ukrainischen Armee herbeiwünschten, aber dies geschehe bislang weder im Norden noch im Süden, noch im Osten der Stadt, fügte Prigoschin hinzu.

  • 10:00 Uhr

    Israels Ex-Ministerpräsident Bennett: "Putin versicherte mir, dass er Selenskij nicht töten werde"

    Der frühere israelische Ministerpräsident Naftali Bennett hat in einem am Samstagabend veröffentlichten Interview einige Einzelheiten seines Besuchs in Moskau im März 2022 preisgegeben. In dem fast fünfstündigen Gespräch mit dem Sender Channel 12 sagte der Politiker, er habe den russischen Staatschef Wladimir Putin gefragt, ob dieser vorhabe, Wladimir Selenskij zu töten. Putin habe solche Pläne verneint. Bennet habe dann nach eigenen Worten gesagt:

    "Ich muss das so verstehen, dass Sie mir Ihr Wort geben, dass Sie Selenskij nicht töten werden."

    Daraufhin habe der russische Präsident erklärt, er werde Selenskij nicht töten. Nach dem Treffen mit Putin habe Bennett den ukrainischen Staatschef angerufen, um ihm zu sagen, dass diesem nun keine Gefahr drohe.

    Der frühere israelische Regierungschef fügte im Interview hinzu, dass alle seine Handlungen mit den USA, Deutschland und Frankreich abgestimmt worden seien.  

    Im März hatte die britische Zeitung The Times berichtet, dass der ukrainische Präsident innerhalb einer Woche mindestens drei Mordversuche überlebt habe.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.