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Kühlanlagen auf 50 °C erhitzt: Hackerangriff auf Lebensmittelmärkte verursacht Millionenschaden

In der Nacht zum Montag haben Hacker die Kühlanlagen von Hunderten französischen Supermärkten gehackt und die Temperaturen darin auf bis zu 50 Grad erhöht.

Betroffen waren vor allem die Ketten "Intermarché" und "Netto" mit rund 300 Filialen, "Coopérative U" und "Carrefour" mit jeweils 80 sowie weitere Ketten wie "Monoprix" und "E.Leclerc". Frische- und Tiefkühlwaren mussten in großem Umfang entsorgt werden. Der Schaden liegt im zweistelligen Millionenbereich.

Berichten zufolge waren die Steuerungssysteme von Kühlsystemen der dänischen Firma "Danfoss" gehackt worden. Die Angreifer zwangen die Anlagen ferngesteuert in den Dauer-Abtau-Modus und zerstörten so die Kühlkette. Elektronische Regel- und Überwachungssysteme des dänischen Herstellers "Danfoss" sind in Frankreich bei kommerziellen Kühlanlagen weit verbreitet.

Bisher hat sich laut den Behörden keine Gruppe zu dem Angriff bekannt, die Ermittlungen laufen jedoch.

In derselben Nacht brannte der historische "Marché des Enfants Rouges" in Paris nieder. Der über 400 Jahre alte Markt war der älteste überdachte Lebensmittelmarkt der Stadt. Das Feuer brach gegen 3 Uhr aus. Rund 150 Feuerwehrleute kämpften mit 50 Fahrzeugen gegen die Flammen. Der Markt wurde vollständig zerstört, 17 Stände und die Metallkonstruktion brannten nieder. Die Brandursache ist bislang unbekannt. Eine Verbindung zu dem landesweiten Cyberangriff auf die Supermarkt-Kühlanlagen konnte bisher nicht hergestellt werden.

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