
Ebola-Epidemie: Russland liefert Tests nach Uganda

Die russische Aufsichtsbehörde für Verbraucher- und Gesundheitsschutz Rospotrebnadsor hat 7.000 diagnostischer Testkits russischer Herstellung zum Nachweis des Ebola-Bundibugyo-Virus nach Uganda geliefert. Die Behörde teilte mit, die Lieferung sei auf Anfrage des ugandischen Gesundheitsministeriums organisiert worden und für die Durchführung von 7.000 Untersuchungen ausgelegt. Die von Rospotrebnadsor entwickelten Tests sollen demnach auch in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo zum Einsatz kommen, wo sich die Epidemie weiter ausbreitet.

Russische und ugandische Fachleute hatten die Präparate bereits im Mai und Juni dieses Jahres unter realen Bedingungen während eines Ausbruchs des mit dem Ebola-Bundibugyo-Virus verbundenen Fiebers in Uganda getestet. Damals entwickelten Mitarbeiter des Zentralen Forschungsinstituts für Epidemiologie von Rospotrebnadsor innerhalb kürzester Zeit Testsysteme zum Nachweis dieses gefährlichen Erregers und lieferten sie nach Uganda. Bei der Erprobung zeigten sie eine hohe diagnostische Treffsicherheit und werden derzeit aktiv zur Erkennung von Verdachtsfällen eingesetzt.
An der Übergabezeremonie nahm der Generaldirektor für Gesundheitsdienste im ugandischen Gesundheitsministerium, Dr. Charles Olaro, teil. Er habe die russische Hilfe im Kampf gegen die Ebola-Epidemie hoch gelobt und der Führung sowie den Fachleuten von Rospotrebnadsor für die fruchtbare Zusammenarbeit gedankt, heißt es.
In der Demokratischen Republik Kongo erstreckt sich die Bekämpfung des Ausbruchs derzeit auf sieben Provinzen. Nach Angaben des kongolesischen Kommunikationsministeriums wurden dort bis zum 16. September 2026 insgesamt 7.475 Fälle bestätigt, 1.798 Patienten gelten als genesen, 3.605 Menschen starben.
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