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"Politico"-Bericht: USA unterstützen Angriffe der Ukraine auf die Krim

Zuletzt erschütterten mehrere Explosionen die Krim. Die Ukraine hat die Verantwortung dafür nicht direkt bestätigt, doch Kiew will die Halbinsel "befreien". Einem Medienbericht zufolge seien die USA der Ansicht, die Krim, die sich 2014 wieder Russland angeschlossen hatte, sei ein legitimes Ziel.
"Politico"-Bericht: USA unterstützen Angriffe der Ukraine auf die KrimQuelle: AFP © Stringer

Die USA betrachten ukrainische Angriffe auf die Krim als legitimes Ziel für "Selbstverteidigungszwecke", berichtete die US-Nachrichtenplattform Politico am Donnerstag unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Offiziellen in der Regierung von US-Präsident Joe Biden. Washington werde sich Angriffen auf die Halbinsel nicht in den Weg stellen, "wenn Kiew sie für notwendig hält", so die Online-Zeitung. Die historisch russische Krim war von 1991 bis 2014 Teil der unabhängigen Ukraine, bevor die Einwohner der Halbinsel für eine Wiedervereinigung mit Moskau stimmten.

Der namentlich nicht genannte Beamte der USA erklärte gegenüber der Nachrichtenplattform: 

"Wir wählen natürlich keine Ziele aus, und alles, was wir zur Verfügung gestellt haben, dient der Selbstverteidigung. Jedes Ziel, das sie auf souveränem ukrainischem Boden anvisieren, ist per Definition Selbstverteidigung."

Auf die Frage von Politico, ob die Regierung von US-Präsident Biden die Halbinsel als souveränes ukrainisches Territorium betrachte, antwortete der Offizielle: "Die Krim gehört zur Ukraine."

Die Krim hatte sich 2014 nach einem Staatsstreich in Kiew von der Ukraine abgespaltet und in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit für den Anschluss an Russland gestimmt, das vom Westen nicht anerkannt wurde.

Ein ukrainischer Vertreter sagte gegenüber dem Online-Medium, dass die "Botschaft der Unterstützung" der Regierung von US-Präsident Biden "ihren Weg nach Kiew gefunden hat".

Der Bericht von Politico knüpft an frühere Äußerungen des ukrainischen Verteidigungsministers Alexei Resnikow an. Resnikow sagte etwa am Donnerstag gegenüber dem von der US-Regierung finanzierten Sender Voice of America, dass das Versprechen Kiews, russisches Territorium nicht mit den vom Westen bereitgestellten Waffen anzugreifen, nicht für die Krim gelte – und dass Washington keine Einwände gegen ukrainische Angriffe dort habe.

Starke Explosionen in der Nähe eines Munitionslagers erschütterten am Dienstag die Siedlung Maiskoje bei Dschankoi im Nordosten der Krim. Es war der zweite Vorfall dieser Art innerhalb weniger Wochen. Auch auf dem Militärflugplatz Saki bei Nowofjodorowka auf der Halbinsel ereignete sich Anfang des Monats eine Reihe von Explosionen, bei denen 14 Menschen verletzt und einer getötet wurde.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, bei den jüngsten Angriffen habe es sich um "Sabotageakte" gehandelt, bei denen zivile Objekte beschädigt worden seien, darunter Stromleitungen, ein Kraftwerk, eine Eisenbahnlinie und mehrere Wohngebäude.

Die Ukraine hat die Verantwortung für die jüngsten Angriffe nicht direkt bestätigt, aber nach dem Vorfall auf dem Flugplatz Saki sagte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij, der Krieg habe "mit der Krim begonnen und muss mit der Krim – ihrer Befreiung – enden".

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