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Russland kritisiert das Ziel US-amerikanischer Waffenlieferungen an die Ukraine

Die US-Regierung will den bewaffneten Konflikt in der Ukraine so weit wie möglich in die Länge ziehen. Zu diesem Zweck liefert Washington an Kiew vier weitere HIMARS-Einheiten, erklärte die russische Botschaft in Washington am Freitag.
Russland kritisiert das Ziel US-amerikanischer Waffenlieferungen an die UkraineQuelle: www.globallookpress.com © Tech. Sgt. Patrick Evenson/Keystone Press Agency

Die russische Botschaft in den USA stellte in einer Erklärung heraus, die Lieferung von vier weiteren HIMARS-Einheiten ziele darauf ab, den Konflikt "um jeden Preis" zu verlängern.

Sie reagierte damit auf Äußerungen eines hochrangigen Pentagon-Beamten vom Freitag, der mitgeteilt hatte, dass das Weiße Haus in einer neuen Runde der Militärhilfe für die Ukraine unter anderem vier hochmobile Artillerieraketensysteme (HIMARS) und zusätzliche Munition für diese Einheiten liefern werde. Der Beamte des US-Verteidigungsministeriums hatte behauptet, dass diese Waffen "besonders wichtig und effektiv" seien, "um die Ukraine zu unterstützen und den russischen Artillerieangriff im Donbass zu bewältigen" (RT DE berichtete).

Weiter hieß es aus der russischen diplomatischen Vertretung, die geplante Lieferung zusätzlicher Mehrfachraketen solle die zunehmenden Verluste der ukrainischen Streitkräfte ausgleichen.

Westliche Waffen werden gegen Zivilisten eingesetzt

Sie wies auch die Behauptung des Pentagon zurück, diese Waffen würden von Kiew zu Verteidigungszwecken eingesetzt. Dies sei jedoch nicht der Fall: Das ukrainische Militär und "nationalistische Gruppen setzen von den USA gelieferte Waffen ein, um Städte im Donbass zu zerstören", hieß es in der Erklärung.

Die russischen Diplomaten in Washington schreiben, dass die ukrainischen bewaffneten Formationen dauernd zivile Ziele in Donezk angreifen, "einschließlich der Stadtteile, in denen sich keine russischen Truppen befinden". Dies habe zur Folge, dass "Zivilisten sterben", so die Botschaft. Weiter heißt es in der russischen Erklärung:

"Die ukrainischen Streitkräfte nehmen ständig Wohngebiete in Donezk ins Visier. Der Beschuss erfolgt mit NATO-Granaten des Kalibers 155 mm. Jeden Tag werden Zivilisten in verschiedenen Bezirken der DNR-Hauptstadt getötet, wo nicht einmal russische Soldaten in der Nähe sind. Neulich wurde ein zehnjähriges Mädchen, Veronika Badina, auf einem Spaziergang vor ihrem Haus getötet. In acht Jahren sind im Donbass mehr als 150 Kinder durch die Hand der Nazis gestorben."

Das Ziel der Russischen Föderation sei es, "dem Terror des Kiewer Regimes ein Ende zu setzen". Washington komme "mit seinen Aktionen dem Frieden nicht näher", sondern ermutige "im Gegenteil die ukrainischen Behörden zu neuen Bluttaten".

Verwirrspiel um erbeutete US-Systeme

Auf die Frage eines Journalisten nach der Gesamtzahl der HIMARS-Systeme, über die die Ukraine nach dem Erhalt der vier neuen Einheiten verfüge, sagte der Pentagon-Vertreter, dass Kiew zwölf solcher Systeme zur Verfügung stünden.

Der Pentagon-Vertreter wies auch die Behauptung Russlands zurück, seinen Streitkräften sei es gelungen, einige der zuvor von Washington gelieferten HIMARS-Einheiten zu zerstören.

"Das stimmt nicht", behauptete der ungenannte Beamte des Verteidigungsministeriums und fügte hinzu, dass "die Ukrainer über diese Systeme verfügen und sie auch nutzen".

Er setzte hinzu, dass das 400-Millionen-Dollar-Paket 1.000 Schuss hochpräziser 155-Millimeter-Artilleriemunition enthalte.

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