Liveticker Ukraine-Krieg – Nowak: Kiew greift weiter Raffinerien an und will keine Energiewaffenruhe

14.10.2026 17:04 Uhr
17:04 Uhr
Kiew greift zwei russische Ölraffinerien an
Das ukrainische Militär hat am Mittwoch zwei Ölraffinerien in Russland angegriffen – in den Gebieten Saratow und Rjasan. Dies teilte der russische Vizepremier Alexander Nowak mit. Kiew zeige keinerlei Anzeichen für eine Bewegung hin zu einem Energiewaffenstillstand, betonte Nowak.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, dass der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij mit derartigen Angriffen Probleme für die USA und die ganze Welt schaffen wolle.
"Wir haben ihm gesagt: 'Tu, was du willst, aber greif nicht die Dieselkraftstoff-Infrastruktur an, denn das wird große Probleme und einen massiven Mangel verursachen'", sagte Trump. "Und was macht er? Er greift genau diese Anlagen an. Er sollte verdammt noch mal damit aufhören!"
16:48 Uhr
Großbritannien beschleunigt Lieferung von LMM-Raketen an Kiew
Großbritannien beschleunigt die Lieferung von leichten Mehrzweckraketen (LMM) an die Ukraine, um das Land bei der Abwehr von Jet-Drohnen und bei Angriffen hinter der Frontlinie zu unterstützen. Dies geht aus einer Erklärung auf der Website der britischen Regierung hervor.
Wie es heißt, stammten die Mittel aus einem neuen Militärhilfepaket im Umfang von 45 Millionen Pfund. Die Übergabe von LMM-Raketen sei Teil eines Vier-Jahr-Vertrags mit einem Gesamtwert von 1,6 Milliarden Pfund. Dieser sehe die Lieferung von mehr als 5.000 Raketen von diesem Typ vor.
Die Erklärung wurde im Vorfeld des für Mittwoch in London geplanten Treffens zwischen dem britischen Premierminister Andy Burnham und dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij veröffentlicht.
16:18 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Mittwoch über den Verlauf der militärischen Spezialoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden.
Wie es heißt, haben die Truppenverbände Nord, West, Süd, Mitte, Ost und Dnjepr den gegnerischen Einheiten entlang der gesamten Front Feuerschaden zugefügt. Das russische Militär zieht im Gebiet Charkow den Belagerungsring enger und erweitert die äußere Kontrollzone.
Insgesamt wurden an den Frontabschnitten rund 1.265 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet.
Darüber hinaus wurden zerstört oder getroffen:
- 96 Fahrzeuge
- elf Artilleriegeschütze
- 14 gepanzerte Kampffahrzeuge
- elf Anlagen der elektronischen Kampfführung.
Russlands Streitkräfte führten einen kombinierten Angriff auf militärische Ziele an 146 Orten durch. Dabei kamen die operativ-taktische Luftflotte, Kampfdrohnen, Raketen und Artillerie zum Einsatz. Entlang der Frontlinie holte die Luftverteidigung 1.425 ukrainische Starrflüglerdrohnen vom Himmel.
15:57 Uhr
Zivilist bei Drohnenangriff auf Gebiet Belgorod verletzt
Am Mittwoch hat das ukrainische Militär seine Drohnenangriffe auf das Grenzgebiet Belgorod fortgesetzt. Nach Angaben des Operativstabs der Region wurde ein ziviler Einwohner mit Splitterverletzungen an Brust und Bein in ein Krankenhaus eingeliefert.
Die Zerstörungen hätten vor allem Wohngebäude betroffen – zwei Mehrfamilienhäuser und fünf Privathäuser. Zudem seien sechs Autos und ein Infrastrukturobjekt zu Schaden gekommen.
15:24 Uhr
Französische Politikerin Maréchal: Europa droht Ausschluss von Ukraine-Gesprächen
Europa muss den Dialog mit Russland suchen, um nicht von der Beilegung des Ukraine-Konflikts ausgeschlossen zu werden. Marion Maréchal, Gründerin und Vorsitzende der französischen Partei Identité-Libertés (IDL) und Nichte der Rechtspolitikerin Marine Le Pen, erklärte dies gegenüber dem Fernsehsender LCI.
In dem Zusammenhang führte die Politikerin aus:
"Wie lässt sich ein Konflikt beenden, wenn man nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt in einen diplomatischen Dialog mit denjenigen tritt, die unmittelbar daran beteiligt sind? Ich denke, dass dies früher oder später auf jeden Fall ein unvermeidlicher Schritt sein wird. Und wenn die Europäer dies nicht tun, dann werden es die Amerikaner, die Länder des Nahen Ostens oder die Türkei tun. Doch dann wären wir vom Verhandlungsprozess völlig ausgeschlossen."
Frankreich erziele keine Vorteile durch einen vollständigen Abbruch der Beziehungen zu Russland, fügte Maréchal hinzu. Es gebe diplomatische Aufgaben, die zu einem bestimmten Zeitpunkt gelöst werden müssten.
15:00 Uhr
Klitschko macht ukrainische Behörden für Probleme mit Luftabwehr in Kiew verantwortlich
Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko hat die ukrainische Regierung dafür verantwortlich gemacht, dass die Luftverteidigung der ukrainischen Hauptstadt schlecht funktioniere. Während seiner Rede in der Werchowna Rada sagte er, dass man sich ständig darüber beklagt, dass "in Kiew einiges schiefläuft oder schlecht umgesetzt wurde".
"Die Leute können sagen, was sie wollen – sie können Klitschko sogar für den Dritten Weltkrieg verantwortlich machen… Aber ich bin nicht der Einzige, der fragt: Wo ist die Luftabwehr zum Schutz der Hauptstadt? Wo ist der Schutz für die Anlagen von Ukrenergo? Wo sind die Milliarden, die dafür bereitgestellt wurden?"
Zuvor hatte Wladimir Selenskij Klitschko kritisiert und ihm eine schlechte Vorbereitung Kiews auf den Winter vorgeworfen.
14:35 Uhr
Drohnen nehmen Stellungen ukrainischer Armee auseinander (Video)
Drohnenpiloten des russischen Truppenverbands Ost zerstörten bei einem Einsatz im Gebiet Saporoschje gegnerische Stützpunkte. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt entsprechende Aufnahmen auf Telegram.
14:07 Uhr
Peskow: Kontakte bezüglich einer möglichen Energiewaffenruhe dauern an
Die Vereinbarungen über einen möglichen Energiewaffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine seien bislang nicht konkretisiert worden. Die Arbeit in dieser Richtung dauere an, erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow.
Damit reagiert er auf die Frage eines Journalisten, ob die Berichte des russischen Verteidigungsministeriums über jüngste Angriffe auf ukrainische Energieanlagen bedeuteten, dass Moskau die Idee eines Energiewaffenstillstands ablehne.
13:30 Uhr
EU: 2,86 Milliarden Euro für Drohnen und Raketen an Kiew überwiesen

Diego Herrera Carcedo/Anadolu via Getty Images Am Mittwoch hat die EU-Kommission 2,86 Milliarden Euro an Kiew ausgezahlt, wie aus einer Mitteilung der Behörde hervorgeht. Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, erklärt dazu:
"Mit der heutigen Auszahlung von 2,86 Milliarden Euro decken wir weiterhin den dringendsten operativen Bedarf der Ukraine, einschließlich Drohnen und Flugkörpern, die für ihre Verteidigung von entscheidender Bedeutung sind."
Mit diesen Geldern sollen Drohnen, Luftabwehrsysteme, Flugkörper, Radarsysteme, elektronische Kriegsführungssysteme und Munition beschafft werden.
Die Überweisung erfolgte im Rahmen der Verteidigungskomponente des Unterstützungsdarlehens für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro. Der Kredit umfasst Mittel in Höhe von 60 Milliarden Euro für Verteidigung und 30 Milliarden Euro zur Unterstützung des Haushalts im Zeitraum 2026/2027.
12:55 Uhr
Gebiet Kursk: Mehr als 100 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Gebiets Kursk, wurden binnen 24 Stunden 110 Geschosse aus der Ukraine auf die Region abgefeuert. Die Luftabwehrkräfte hätten 152 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen eliminiert. Elfmal hätten die Drohnen das Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen, heißt es.
Chinstein meldet einen Verletzten. Darüber hinaus sei eine Energieanlage beschädigt worden, wodurch 98 Häuser ohne Strom seien.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
