Was die deutschen sozialen Medien an diesem Sonntag erregt

Von Hans-Ueli Läppli

Das deutsche Netz bebt. Eine Meldung über Robert Habeck und seinen früheren Staatssekretär Patrick Graichen sorgt für Aufregung. Der Vorwurf wiegt schwer. Die beiden sollen die Interessen des eigenen Landes verraten haben.
Habeck, Graichen und ihre Mitstreiter haben mit ihrer Politik Teile der deutschen Wirtschaft an die Wand gefahren. Die Insolvenzwelle ist auch eine Folge dieses Kurses.
Wer einem Land solchen Schaden zufügt, darf sich nicht einfach aus der Verantwortung stehlen. Diese grünen Funktionäre müssen zur Rechenschaft gezogen werden.
Habeck und Graichen haben die Interessen des eigenen Landes verraten https://t.co/hA644AQvCr https://t.co/a2Ye7kuK97
— WELT (@welt) November 7, 2026
Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger hat die politische Szene erschüttert. Der bayerische Wirtschaftsminister, stellvertretende Ministerpräsident und Vorsitzende der Freien Wähler wurde am 4. November im Alter von nur 55 Jahren tot in einem Berliner Hotelzimmer aufgefunden.
Eine sehr traurige Nachricht: Der stellvertretende Ministerpräsident Bayerns und Bundesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, verstarb heute in Berlin. Meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen und Freunden Aiwangers. https://t.co/cKWmIUvDaT
— Alice Weidel (@Alice_Weidel) November 4, 2026
Die Nachricht löste parteiübergreifend Bestürzung aus. Markus Söder sprach von einer "absoluten Tragödie", auch Politiker von Grünen, CDU, FDP und AfD bekundeten ihre Anteilnahme.
Doch nicht nur in den politischen Führungsetagen ist die Erschütterung gross. Ein Blick in die Kommentare und Antworten auf X macht deutlich, wie viele Menschen der Tod Aiwangers getroffen hat.
👑 https://t.co/MMGhfoOnJN
— Ulf Poschardt (@ulfposh) November 4, 2026
Während viele Menschen ihre Bestürzung über Aiwangers Tod zum Ausdruck bringen, finden sich in den sozialen Netzwerken aber auch Reaktionen, die fassungslos machen.
Die Stieftochter (53) von Frau Bas stirbt, linksgrünrote Bubble explodiert, da vielen das Verständnis einer wochenlangen Auszeit fehlt. H. Aiwanger stirbt überraschend u. hinterlässt u.a. 2 Söhne (10, 14), die linksgrünrote Bubble = Häme, Spott + menschenverachtende Kommentare🤮
— Klara Name (@Jodeldiplom_xxx) November 5, 2026
Einige Nutzer aus dem grünen Lager scheinen sich über seinen Tod sogar zu freuen. Gefühllos und hirnlos, wie die Grünen nun einmal sind!
Ein Mensch ist tot. Zwei Kinder haben ihren Vater verloren. Und ein grüner Ratsherr kommentiert: „Der Tag wird immer besser. ❤️“ Einfach nur widerlich! Und das sind dieselben Leute, die uns jeden Tag erklären, was Hass und Hetze sein soll?!
— Alexander Steffen (@Alex__Steffen) November 4, 2026
Für Empörung sorgt auch Angela Merkel. Die Altkanzlerin setzt DDR-Bürger mit Syrern gleich, die erst vor wenigen Jahren nach Deutschland gekommen seien.
Merkel erklärt, Bürger "aus der DDR" seien später zu Deutschland hinzugekommen - so wie Syrer "erst vor drei Jahren" dazugekommen seien. Ein ungeheuerlicher und geschichtsvergessener Vergleich einer Altkanzlerin, deren CDU unserem Land bis heute massiven Schaden durch ihre Migrationspolitik zufügt und den Wählerwillen im Osten vollständig ignoriert.
— Alice Weidel (@Alice_Weidel) November 3, 2026
Auf X hagelt es Kritik. Viele Nutzer werfen ihr Geschichtsvergessenheit vor und erinnern daran, dass DDR-Bürger immer Deutsche waren.
Auch über eine mögliche Kandidatur Merkels für das Amt des Bundespräsidenten wird spekuliert. Nach ihrer Gleichsetzung von DDR-Deutschen und Syrern dürfte sie sich mit dieser Aussage allerdings keinen Gefallen getan haben. Die Diskussion um ihre mögliche Rückkehr ins höchste Staatsamt erhält damit neuen Zündstoff.
Neuer Bundespräsident: Bevor wir überhaupt wissen, wer es wird, wissen wir schon, dass es eine Frau sein soll. Das ist das Paradox des Gender-Gaga: Auf der einen Seite soll es kein biologisches Geschlecht geben, auf der anderen Seite ist genau dieses biologische Geschlecht das wichtigste Kriterium, wichtiger als Qualifikation und alles andere. Wir leben in einer Gaga-Republik.
— Beatrix von Storch (@Beatrix_vStorch) November 3, 2026
Auch Merz' Bereitschaft, weitere Milliarden für die Ukraine bereitzustellen, sorgt für Streit. Vor allem die AfD kritisiert die zusätzlichen Hilfen scharf und stellt die Prioritäten der Bundesregierung infrage.
@Frohnmaier_AfD https://t.co/GAIdmic9wQ
— Golova (@Golovaddvy) November 6, 2026
Apropos AfD: Viele Linke feiern die sogenannte "blaue Welle" in den USA und die Erfolge der Demokraten gegen Trump. Geht es allerdings um eine blaue Welle in Deutschland, also um die AfD, ist von dieser Begeisterung plötzlich nichts mehr übrig.
Was in Amerika als demokratischer Erfolg gefeiert wird, gilt in Deutschland als unerwünscht.
blue wave in blue wave in germany the us https://t.co/263O0rJITM
— lini ⋆˙⟡ (@hudconcaine) November 4, 2026
Wasser predigen und Wein trinken: Für Empörung sorgt ein Ausschnitt aus einem Interview mit Julian Reichelt im Podcast Ben ungeskriptet. Reichelt berichtet von privaten Treffen mit zehn bis zwölf Personen, bei denen sich auch Politiker nicht an die damals geltenden Corona-Regeln gehalten hätten.
Die Mächtigen hätten selbst nicht an die Vorschriften geglaubt, die sie der Bevölkerung auferlegten, so Reichelt. Auf X wird nun erneut der Vorwurf der Doppelmoral laut: Von den Bürgern verlangte man Disziplin, für die politische Elite galten andere Massstäbe.
"Sie saßen alle bei mir zu Hause, zu zehnt, zu zwölft. Und keiner hat sich an die Regeln gehalten. Keiner von den Mächtigen hat an Corona geglaubt." @jreichelt bei @benungeskriptet
— TheRealTom™ - Trusted Flagger (@tomdabassman) November 7, 2026
Mehr zum Thema – Erneut Umfrage historischer Bedeutung: AfD schafft bundesweit erstmals 30 Prozent
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