Deutschland

15.200 Anträge auf Anerkennung eines Impfschadens – 726 positive Bescheide

Zuständige Behörden bestätigten der Zeit-Redaktion die Realität von demnach aktuell landesweit rund 15.000 Anträgen zum Thema eines "gesundheitlichen Schadens" nach der "COVID-Impfung". Das Paul Ehrlich-Institut spricht im Rahmen einer Klage zu verweigerten Daten aus der "SafeVac-App" von "angeblicher Öffentlichkeitsrelevanz".
15.200 Anträge auf Anerkennung eines Impfschadens – 726 positive Bescheide© Archiv: B.Loyen

Von Bernhard Loyen

Die Zeit überrascht mit der redaktionellen Eigendynamik, laut der die Artikelautorin eine "Abfrage bei allen Bundesländern" startete, um zu erfahren, in welcher Größenordnung sich sechs Jahre nach dem politisch initiierten Beginn mehrerer seitens Medien und Wissenschaft unterstützter "Impfkampagnen gegen COVID-19" zuständige Ämter und Gerichte "noch immer mit der Überprüfung vermeintlicher (sic) Impfschäden beschäftigen" müssten.

Damit also auch in der Zeit-Redaktion nachweislich verinnerlicht: Der meist in dicken Aktenordner seit Jahren andauernde dokumentierte Leidensweg wird weiterhin von einem Großteil der maßnahmenkooperierenden Gesellschaft mit dem verbalen Peitschenhieb "vermeintlich" abgetan, beschimpft, belächelt oder schlicht hinterfragt. 

Zu den nun vorliegenden Zeit-Daten, also Fakten, heißt es im Artikel, dass demnach seit dem Jahr 2021 "mehr als 15.200 Anträge" auf Anerkennung eines "Impfschadens", auch Post-Vac genannt, bei den zuständigen Stellen der Bundesländer gestellt wurden.

Die präsentierten Daten würden nach Zusendung größtenteils aus der Vorwoche stammen, also den aktuellen Stand widerspiegeln. Dieser belegt im erweiterten Gesamtbild der Zeit-Auswertung:

"726 der Anträge wurden von den zuständigen Behörden positiv beschieden, das entspricht einer Anerkennungsquote von 6,2 Prozent. Rund 11.038 Anträge wurden abgelehnt, 2.487 sind noch in Bearbeitung und 975 wurden zurückgezogen oder wegen mangelnder Zuständigkeit abgegeben."

Die Beweispflicht zum offensichtlichen Siechtum und Alltagsmartyrium muss weiterhin in den meisten Fällen rein von Seiten der Opfer erfolgen. Die dokumentierte Realität lautet im Land, dass Dauerpatienten nach mehrmaligem, notwendigen Wechsel seitens unterschiedlicher Fachmediziner immer wieder zu hören bekommen: Nicht mein Fachgebiet! Kann nicht sein! Sind sie sich sicher? Da bin ich überfragt!

"Sind sie sich sicher, dass es sich nicht doch eher um psychosomatischen Stress handelt?"

Laut Zeit-Artikel würde nun ein "Teil der Geimpften", deren Antrag abgelehnt wurde, die Entscheidung der Behörde "nicht akzeptieren" wollen. Dabei seien aktuell bundesweit lediglich "579 Widerspruchsverfahren offen". Scheitert auch diese Option, ist weiterhin eine Klage vor Gericht möglich. Dazu heißt es:

"Wie aus der Zeit-Abfrage hervorgeht, sind aktuell bei den Sozialgerichten 1.159 Klagen anhängig. Die meisten davon im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen (260), gefolgt von Bayern (178) und Hessen (154). Die Klagen richten sich gegen den Ablehnungsbescheid der Behörde und nicht gegen die Impfstoffhersteller."

Dienliche Abhilfe zum Thema der generellen Wahrnehmung, dem Beweis der Existenz von dokumentiertem Leid samt der hilfreichen Argumentation vor dem Behördentisch oder bei der Gerichtsverhandlung, könnten die seit Jahren beharrlich zurückgehaltenden Daten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) liefern.

Der Blogger und Autor Bastian Barucker informierte am 6. November darüber, dass die juristische PEI-Abteilung Ende Oktober vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt auf seinen presserechtlichen Eilantrag "zu wichtigen Zahlen rund um die SafeVac-App" reagiert habe. Zu diesem erneut unbeachteten Skandal informiert Barucker wie folgt:

"In dem Schriftsatz des PEI heißt es, dass das PEI drei Jahre nach Abschluss der Datenerhebung 'derzeit prioritär die als 'serious' gekennzeichneten Studienfälle bearbeitet.' Die schwerwiegenden Nebenwirkungen werden also erst jetzt bearbeitet, obwohl das PEI laut Arzneimittelgesetz dazu verpflichtet ist, diese innerhalb von 15 Tagen an die europäische Datenbank zu melden."

Das PEI ließ laut Barucker vor Gericht zudem hinterfragen, inwiefern mit Blick auf seine Klage "Eilbedürftigkeit und öffentliches Interesse bezüglich dieser Informationen" bestehen sollten. Mit folgendem Grund lautet die Wahrnehmung, also Forderung, dass der Antrag abzulehnen sei:

"Die Ausführungen des Antragstellers beschränken sich auf die bloße unbelegte Behauptung einer angeblichen Öffentlichkeitsrelevanz, einem öffentlichen Interesse bzw. einem angeblichen 'Fokus der öffentlichen Berichterstattung', oder dass 'starke öffentliche Kritik' geäußert würde.

Insgesamt ist zu den verschiedenen Eilanträgen im Kontext zur SafeVac 2.0-Studie erneut festzustellen, dass sich der Vortrag des Antragstellers zu dem von ihm behaupteten (sic) hochaktuellen Öffentlichkeitsinteresse an der Berichterstattung zu dieser Thematik auf ein weitestgehend selbst inszeniertes Geschehen beschränkt."

Hinsichtlich der weiterhin unbekannten hohen Zahl an Leidenden, in Verbindung mit den fatalen Auswirkugen eines mRNA-Versuchsstoffs, wurde das Zitat des seitens Baruckers abgebildeten PEI-Schriftsatzes hier in voller Länge übernommen.

Die in besagtem Dokument ausgelebte Arroganz der Macht spiegelt sich mit einer Information aus dem Zeit-Artikel: Das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen teilte exemplarisch auf Anfrage mit, dass die wissenschaftliche Erkenntnislage zu den Zusammenhängen "zwischen Corona-Impfungen und einzelnen Krankheitsbildern 'noch lückenhaft' sei."

Die "Beweislastverteilung" entlastet also weiterhin vordergründig die Täter:

  • die Unternehmen BioNTech, Moderna und AstraZeneca; 
  • die einfordernden Bundesministerien samt gehorsamer Unterbehörden;
  • die kooperierenden Medien;
  • die willfährigen Hausärzte und Betreiber von "Impfzentren"...  

So viel zum Thema der langen Bearbeitungszeiten von "Impfschadensbestätigungen" und Hilfsanträgen sowie "die damit verbundene Unsicherheit für die gesundheitlich ohnehin stark beeinträchtigten Antragstellenden". 

März 2026: Der schuldbeladene Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach "hat die Schutzmaßnahmen und die Impfstrategie in der Coronapandemie insgesamt verteidigt", so Agenturmeldungen. "Es ist nicht alles perfekt gelaufen", erklärte der SPD-Politiker vor der Enquete-Kommission des Bundestags. Wörtlich durfte er, politisch, juristisch und medial weiterhin gedeckelt, zu Protokoll geben:

"Aber Deutschland ist verhältnismäßig gut durch die Pandemie gekommen, und das verdanken wir auch den Impfungen. Es ist in der wissenschaftlichen Literatur Konsens, dass tatsächlich die Zahl der Toten nur deshalb nicht wesentlich höher ist, weil wir den Segen der Impfungen gehabt haben."

Ein politischer Skandal sondergleichen, ohne vergleichbares Momentum in der jüngsten Geschichte. Und dennoch fehlt bis heute jeglicher Hauch eines geringsten politischen Willens seitens der zuständigen Behörden, die dringend notwendige juristische Aufarbeitung voranzutreiben, um die dokumentierten Verantwortlichen zur Verantwortung zu ziehen.

In der gleichen Veranstaltung im März dieses Jahres erklärte der ehemalige RKI-Chef Lothar Wieler unbekümmert im Dasein: "Die Pandemie hat wichtige Lernprozesse angestoßen." Explizit danke er "der großen Mehrheit" der Bürger in Deutschland, "deren kontinuierliche Unterstützung die Eindämmung der COVID-19-Pandemie erst ermöglicht" habe. 

Die Opfer leiden derweil alleingelassen vom Staat weiterhin im Stillen. Die meisten Anträge pro 100.000 Einwohner hätten laut Zeit-Artikel "Geimpfte" in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gestellt.

Also in der Hauptstadt, dem Ort der zentralen Macht- und Koordinationszentren einer politisch völlig enthemmten "Corona-Bewegung". 

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