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Sachsen-Anhalt: Ulrich Siegmund stellt sich im Dezember zur Wahl

Eine schnelle Wahl des Ministerpräsidenten wird es in Sachsen-Anhalt nicht geben – immerhin ist der neue Landtag bereits zwei Monate im Amt, wenn gewählt werden soll. Aber die Ankündigung ist doch ein Indiz, dass sich eine mögliche Regierung findet.
Sachsen-Anhalt: Ulrich Siegmund stellt sich im Dezember zur Wahl© Urheberrechtlich geschützt

Nach einer Fraktionssitzung der AfD-Landtagsfraktion in Magdeburg erklärte Ulrich Siegmund, der Anfang des Monats die Wahlen in Sachsen-Anhalt beeindruckend gewonnen hatte, er werde sich im Dezember als Ministerpräsident zur Wahl stellen.

Die Wahl soll am 15., 16. oder 17. Dezember stattfinden. Laut Spiegel rechne Siegmund damit, im ersten Wahlgang gewählt zu werden. Nachdem Siegmund bereits erklärt hatte, er wolle keine Minderheitsregierung führen, deutet das an, dass die Gespräche im Hintergrund schon weit gediehen sind.

Die erste Sitzung des neuen Landtags ist bereits am 6. Oktober. Ursprünglich hatte es geheißen, die Wahl des Ministerpräsidenten sei Anfang November geplant. Bis zur Wahl seines Nachfolgers führt noch der von den Wählern abgewählte Ministerpräsident Sven Schulte die Amtsgeschäfte.

Auf der Fraktionssitzung wurde Tobias Rausch, parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion, einstimmig zum Kandidaten für das Amt des Landtagspräsidenten gewählt. 

Diese Wahl wird einen ersten Hinweis geben, ob der Antritt Siegmunds erfolgreich sein wird. Die AfD-Fraktion hat 39 Sitze im Magdeburger Landtag; für eine Mehrheit werden aber 42 benötigt. In Bezug auf die Ministerpräsidentenwahl hat das BSW, das in Magdeburg das Zünglein an der Waage ist, bisher erklärt, man wolle sich bei der Wahl des Ministerpräsidenten enthalten.

Die SPD-Fraktion versucht in Gesprächen, eine Koalition gegen die AfD zusammenzubekommen; allerdings hat die CDU erklärt, sie gehe auf jeden Fall in die Opposition, weshalb rechnerisch eine derartige Regierung unmöglich ist.

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