Europa

Ukraine und europäische Länder gründen Bündnis für Raketenabwehr

Neun europäische Staaten und die Ukraine haben die Einrichtung der Koalition für Raketenabwehr bekannt gegeben. Laut der gemeinsamen Erklärung soll die neue Initiative die Sicherheit Europas stärken. Dafür planen die Mitglieder des Bündnisses, einen Mechanismus zur Abwehr von Raketenbedrohungen zu entwickeln.
Ukraine und europäische Länder gründen Bündnis für Raketenabwehr© Teresa Suarez/Pool Photo via AP

Neun europäische Länder und die Ukraine haben die Schaffung eines neuen Bündnisses angekündigt. Am Montag haben sie sich bei einem Treffen in Paris darauf geeinigt, eine Koalition zur Entwicklung von Raketenabwehrkapazitäten zu gründen. "Wir, die Staats- und Regierungschefs von Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, Schweden, der Ukraine und dem Vereinigten Königreich, erkennen die wachsende Bedrohung durch ballistische Raketen und die zunehmende Bedeutung von Verteidigungsfähigkeiten für die Sicherheit des europäischen Kontinents an", hieß es in der gemeinsamen Erklärung. Es wurde betont, dass die Koalition einen "rein defensiven" Charakter habe. Sie richte sich nicht gegen "irgendein Volk, sondern diene der Verteidigung der eigenen Leute".

Um künftige Raketenbedrohungen abzuschrecken und abzuwehren und Europa zu schützen, sei "eine integrierte Raketenabwehrarchitektur" erforderlich. Sie soll die bestehenden nationalen Raketenabwehrsysteme der teilnehmenden Länder ergänzen. Zudem planten die Mitglieder, bei der Umsetzung des Projekts auf die "einzigartige" militärische Erfahrung der Ukraine zurückzugreifen.

Die Initiative umfasse die Festlegung einheitlicher Anforderungen, die Einrichtung technischer Arbeitsgruppen sowie die Ausarbeitung eines Kontrollmechanismus und eines Fahrplans für die Umsetzung der Initiative. Zudem beabsichtigen die Länder, Forschungs- und Entwicklungsarbeiten gemeinsam zu finanzieren und Informationen auszutauschen. Die Gründungsmitglieder der Koalition betonen, dass das Bündnis für andere Länder offen bleibe, die seine "Prinzipien und Ziele teilen".

Nach der Gründung der Raketenabwehr-Koalition schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf der Plattform X: "Angesichts der Bedrohung durch ballistische Raketen treffen wir eine klare Entscheidung: Wir schützen die Ukraine, stärken unsere kollektive Sicherheit und bauen eine europäische Verteidigung auf". Er fügte hinzu, dass die Initiative die Fähigkeiten stärken soll, die Europa benötige.

Mehr zum Thema – Peskow: "Koalition der Willigen" ist eine "Koalition der Kriegstreiber"

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.