Europa

Außenministerium: Europa betrachtet Gespräche mit Moskau als Deckmantel für Eskalation

Mögliche Gespräche mit Russland zur Beilegung des Ukraine-Krieges betrachte Europa nur als Vorwand, um sich auf eine weitere Verschärfung des Konflikts vorzubereiten. Dies sagte der russische stellvertretende Außenminister Michail Galusin. Zudem wolle Europa Moskau "ultimative Forderungen" aufzwingen.
Außenministerium: Europa betrachtet Gespräche mit Moskau als Deckmantel für EskalationQuelle: Sputnik © Natalja Selewjorstowa

Die europäischen Länder betrachteten mögliche Verhandlungen mit Moskau zur Beilegung des Ukraine-Konflikts als Vorwand, um sich auf eine weitere Eskalation vorzubereiten. Dies erklärte Michail Galusin, Russlands stellvertretender Außenminister, gegenüber RIA Nowosti.

"Heute betrachten die Europäer hypothetische Verhandlungen mit Russland nicht als Möglichkeit, eine Annäherung der Standpunkte zu erreichen und für beide Seiten akzeptable Lösungen für die Ukraine-Krise zu finden, sondern als Deckmantel, um sich auf eine neue Phase der Eskalation der Konfrontation mit unserem Land vorzubereiten." 

Der mögliche Dialog diene als Instrument, um der russischen Seite "ultimative Forderungen" aufzuzwingen, die für Moskau "inakzeptabel" seien, betonte der Diplomat. Dieser Ansatz europäischer Staaten sei bei seinem jüngsten Treffen im vergangenen Monat mit den Botschaftern Großbritanniens, Deutschlands und Frankreichs in Moskau bestätigt worden. Galusin merkte an, dass die Diplomaten keinerlei neue oder konstruktive Lösungen für den Ukraine-Konflikt vorgeschlagen hätten.

Das Treffen zwischen Galusin und den diplomatischen Vertretern der "E3"-Staaten fand am 11. Juni im russischen Außenministerium auf Initiative der europäischen Diplomaten statt. Laut einer Erklärung des russischen Außenamtes teilte Moskau den ausländischen Vertretern "objektive Einschätzungen der destruktiven Politik" ihrer Länder in Bezug auf den Konflikt in der Ukraine mit. Die Hilfe und finanzielle Unterstützung der sogenannten Koalition der Willigen ziele laut Moskau darauf ab, Kiew zur Fortsetzung des Krieges gegen Russland zu bewegen. Galusin erläuterte den Diplomaten, wie die russische Seite "den grundlegenden Ansatz für eine politische und diplomatische Lösung des Konflikts" sehe. Zudem wies er erneut darauf hingewiesen, dass für die Beilegung des Krieges in der Ukraine die Ursachen des Konflikts beseitigt werden müssten.  

Vergangene Woche bezeichnete Galusin in einem Interview für den Fernsehsender RTVI dieses Treffen als "inhaltsvoll", da er die Position der russischen Seite ausführlich dargelegt habe. Die Standpunkte der "E3"-Staaten hätten jedoch "einen ultimativen Charakter", der für Moskau inakzeptabel sei.  

Mehr zum Thema  Peskow: Europa ist weit davon entfernt, als Vermittler in der Ukraine-Frage aufzutreten

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.