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Nach Drohnenabsturz: Eklat in Lettland zwischen Ex-Verteidigungsminister und Premierministerin

Zurückgetretener lettischer Verteidigungsminister warf der Premierministerin Lügen vor. Nachdem sie von seinem Rücktrittsvorhaben erfahren habe, habe sie die Situation so dargestellt, als sei es ihre Initiative gewesen. Dies geschah nach dem Absturz ukrainischer Drohnen.
Nach Drohnenabsturz: Eklat in Lettland zwischen Ex-Verteidigungsminister und PremierministerinQuelle: Gettyimages.ru © STR/NurPhoto

In Lettland ist ein öffentlicher politischer Skandal um den scheidenden Verteidigungsminister entbrannt. Andris Spruds warf der Premierministerin Evika Silina vor, mit ihrer Behauptung, sie selbst habe seine Entlassung initiiert, gelogen zu haben. Dies berichtete das lettische öffentlich-rechtliche Fernsehen (kurz LSM). Spruds wörtlich:

"Als sie von meiner Entscheidung, zurückzutreten, erfuhr, beeilte sie sich sofort, wenige Minuten vor der Bekanntgabe, diese Spielchen zu beginnen, indem sie einen Tweet veröffentlichte, in dem sie ebenfalls log, dass sie mir oder den Kollegen von der Partei Progresīvie von dieser Entscheidung berichtet habe."

Kurz vor der Pressekonferenz, auf der Spruds seinen Rücktritt bekanntgab, schrieb Silina auf dem sozialen Netzwerk X, dass sie den Rücktritt des Ministers wegen Vertrauensverlusts gefordert habe. Zugleich erklärte sie, sie habe Oberst Raivis Melnis angeboten, das Verteidigungsministerium des Landes zu leiten, und er habe zugestimmt.

Spruds brachte während der umstrittenen Pressekonferenz die Hetzkampagne gegen ihn und die von ihm vertretene Partei "Die Progressiven" mit einer systematischen politischen Kampagne in Verbindung, die darauf abziele, die Lage vor für das Land wichtigen Entscheidungen zu destabilisieren.

Spruds trat am 10. Mai zurück, nachdem ukrainische Drohnen in den Luftraum des Landes eingedrungen waren und nicht abgeschossen worden waren. Laut Silina habe die Führung des Verteidigungssektors das "Versprechen eines sicheren Himmels über unserem Land" nicht einhalten können.

Der Vorfall mit den Drohnen ereignete sich in der Nacht zum 7. Mai. Eine der Drohnen stürzte anschließend auf das Gelände eines lettischen Öllagers. Das lettische Verteidigungsministerium erklärte, man habe die in das Land eingedrungenen Drohnen aus Sicherheitsgründen nicht abgeschossen. Das Militär war sich nicht sicher, ob dies der Zivilbevölkerung oder der Infrastruktur Schaden zufügen würde. Spruds erklärte daraufhin, er sei bereit, die volle Verantwortung für das Geschehene zu übernehmen.

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