Asien

Modi fordert Reform des UN-Sicherheitsrats vor dem G7-Treffen

Der indische Premierminister sagt, die globalen Institutionen müssten die neuen Realitäten des 21. Jahrhunderts widerspiegeln. Bei seinem Besuch in der Slowakei bekundete auch der slowakische Ministerpräsident Robert Fico seine Unterstützung für diese Position.
Modi fordert Reform des UN-Sicherheitsrats vor dem G7-Treffen© PMOIndia / X

Indien hat seine Forderungen nach Reformen der Vereinten Nationen wiederholt und erklärt, die globalen Institutionen sollten die zeitgenössischen geopolitischen Realitäten widerspiegeln.

Bei seinem ersten Besuch in der Slowakei bestätigten Indiens Premierminister Narendra Modi und sein slowakischer Amtskollege ihr Engagement für die Multilateralität.

Modi und der slowakische Premierminister Robert Fico unterstützten in einer gemeinsamen Erklärung auch umfassende Reformen der multilateralen Institutionen, "eingeschlossen die Vereinten Nationen, insbesondere den UN-Sicherheitsrat, um sie repräsentativer, inklusiver, effektiver und die zeitgenössischen geopolitischen Realitäten widerspiegelnder zu machen".

Die Struktur der Vereinten Nationen wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entschieden, wird aber in der modernen Welt, in der Länder wie Indien zunehmend wirtschaftliches und militärisches Gewicht gewinnen, zunehmend als unangemessen gesehen.

Diese Forderung erfolgt vor dem G7-Treffen in Évian, Frankreich, wo der indische Premierminister voraussichtlich Gespräche mit internationalen Staatschefs führen wird, darunter US-Präsident Donald Trump und der französische Präsident Emmanuel Macron.

Auch Handelsgespräche zwischen Indien und den USA könnten am Rande der G7 stattfinden. Ob Modi dabei seine Besorgnis wegen der jüngsten US-Angriffe auf Schiffe der indischen Handelsflotte im Nahen Osten vortragen wird, ist eine Frage, die im Land aufmerksam beobachtet wird. Indien hatte aufgrund dieser Angriffe bereits zweimal einen Vertreter der US-Botschaft einbestellt.

Formelle Diskussionen zur endgültigen Fertigstellung eines Handelsabkommens zwischen Indien und den USA werden erst beim Besuch des US-Handelsvertreters Jamieson Greer in Indien am 23. und 24. Juni erwartet.

Das Treffen zwischen Modi und Trump gewinnt an Bedeutung, da es zu einem Zeitpunkt stattfindet, an dem die technische Rivalität zwischen den USA und China und die Kriege im Nahen Osten und der Ukraine Neu-Delhis außenpolitische Entscheidungen umgestalten. Indien warnte auf dem internationalen Sicherheitsforum in Moskau im Mai vor doppelten Maßstäben bei der Verhandlung über globale Sicherheitsthemen.

Der indische Premierminister soll außerdem bilaterale Treffen und Gespräche mit den G7-Ländern, den Partnerländern und internationalen Organisationen führen, darunter Südkorea, Kenia, Brasilien und Ägypten, und mit Vertretern der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds und der OECD.

Modis bilaterale Auftritte in Paris beinhalten auch eine Rede vor dem Viva Tech Summit, Europas führender Technologie- und Start-up-Konferenz. Präsident Macron besuchte im Februar dieses Jahres Mumbai und Delhi, um dort dem AI Impact Summit beizuwohnen.

Am Sonntag pries Macron Indien als "eine führende Kraft der globalen Innovation", beim Treffen Bharat Innovates 2026 in Nizza.

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