Papst Leo XIV. ruft Europa zu friedlicher Beilegung von Konflikten auf

Die Beziehungen zwischen Menschen und Staaten würden immer barbarischer, das gegebene Wort werde missachtet: So beschreibt der Papst die aktuelle Lage. Europa könne diese Abwärtsspirale beenden, mahnt er – mit Respekt, geduldigem Dialog und der Bereitschaft, bestimmte Positionen aufzugeben.

Papst Leo XIV. hat Europa dazu aufgerufen, sich auf seine Wurzeln zu besinnen und den Konflikten ein Ende zu setzen. Dies erklärte er in seiner Rede bei dem Treffen "An den Wurzeln Europas für Frieden und Einheit" im Robert-Schuman-Kongresszentrum in Metz, Frankreich.

Das Kirchenoberhaupt sagte, dass die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Beziehungen zwischen den Staaten heutzutage immer barbarischer würden; das gegebene Wort werde missachtet, stattdessen rühme man sich der Lüge und der Täuschung. Weiter erklärte der Papst:

"Europa kann dieser Abwärtsspirale ein Ende setzen, dank der Achtung vor dem anderen, die zu pflegen und zu bewahren es verstanden hat. Es hat in den letzten achtzig Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass es möglich ist, unterschiedliche Meinungen, Forderungen und Interessen geltend zu machen, indem man sich begegnet, anstatt sich zu bekämpfen."

Nach seiner Ansicht zeige gerade die Universalität der grundlegenden Werte Europas, dass ein Dialog möglich sei. Der Papst rief die Länder zu einem "geduldigen Dialog" auf, bei dem sie bereit sein müssten, "bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben". Das Völkerrecht und der Multilateralismus, die die tatsächliche Gleichheit der Staaten in ihren gegenseitigen Beziehungen unterstrichen, bildeten dem Papst zufolge "das beste Gegenmittel gegen den Willen, über andere zu herrschen, der die Ursache jedes Konflikts ist".

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