Trump so bedroht wie nie: Secret Service schlägt Alarm

US-Präsident Donald Trump hat in den vergangenen zwei Jahren mehrere Attentatsversuche überlebt. Nun warnt der Secret Service vor einem historischen Höchststand an Drohungen gegen ihn und andere Regierungsvertreter – diese seien zudem komplexer geworden.

Das Bedrohungsniveau gegenüber US-Präsident Donald Trump und anderen vom Secret Service geschützten Personen hat den höchsten Stand der Geschichte erreicht. Die Drohungen sind dabei laut der US-Mediengruppe CNBC nicht nur zahlreicher, sondern auch komplexer geworden

Laut einem Bericht des US-Senders MS NOW, auf den sich CNBC beruft, gab es 2026 bislang rund 10.000 Fälle von Drohungen gegen Regierungsvertreter, darunter auch Richter des Supreme Court – ein Anstieg von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Zwangseinweisungen von Personen mit psychischen Erkrankungen, die verdächtigt werden, vom Secret Service geschützte Personen bedroht zu haben, sei zudem auf das Zehnfache gestiegen. Ein hochrangiger Vertreter der Behörde, der anonym bleiben wollte, sagte bei einem Briefing:

"Was wir gerade erleben, ist etwas, womit ich noch nie zuvor konfrontiert war." 

Der stellvertretende Direktor des Secret Service, Matthew Quinn, erklärte gesondert, dass die Behörde das Risiko von Drohnenangriffen ernst nehme. Die technologische Entwicklung erschwere die Gewährleistung der Sicherheit. Zugleich betonte Quinn, dass das Weiße Haus dank moderner Gegenmaßnahmen zuverlässig geschützt sei.

Die Erklärungen erfolgten am Vortag des jährlichen Korrespondenten-Dinners des Weißen Hauses, das am Freitag, den 24. Juli, in Washington stattfindet. Trump wird voraussichtlich an der Veranstaltung teilnehmen.

Donald Trump hat in den vergangenen zwei Jahren mehrere Attentatsversuche überlebt. Im Juli 2024 wurde der Republikaner bei einem Schusswaffenangriff auf einer Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania, am rechten Ohr verletzt. Ein Teilnehmer der Veranstaltung kam dabei ums Leben. Der Schütze, der 20-jährige Thomas Matthew Crooks, wurde von Mitarbeitern des Secret Service erschossen.

Zwei Monate später vereitelten Mitarbeiter des Secret Service einen weiteren Anschlagsversuch am Golfclub Trumps in Florida. Ihre Aufmerksamkeit erregte ein Mann, der mit einer AK-47-ähnlichen Waffe zielte. Er wurde beschossen, ließ die Waffe fallen und flüchtete mit einem Fahrzeug. Er wurde später im Nachbarbezirk festgenommen.

Im April dieses Jahres versuchte der 31-jährige kalifornische Lehrer Cole Thomas Allen, bewaffnet mit einer Schrotflinte, einer Pistole und Messern, sich Zutritt zum Korrespondenten-Dinner des Weißen Hauses zu verschaffen, bei dem sich der Präsident befand. Ihm wird versuchter Mord an Trump vorgeworfen.

Im Mai machte der Secret Service einen Schützen vor dem Weißen Haus unschädlich: Mitarbeiter der Behörde erwiderten das Feuer eines Mannes, der drei Schüsse in Richtung des Gebäudes abgegeben hatte, in dem sich der Präsident aufhielt.

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