Die US-Verbündeten sind sich nicht länger sicher, dass Washington ein "verlässlicher" Partner ist, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron.
Nach einer Rede auf einem informellen Gipfel in Athen am Freitag neben dem griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis wurde Macron gefragt, ob Europa angesichts der verschiedenen Konflikte weltweit, eingeschlossen der Krieg gegen Iran, "ein wenig irrelevant" werde.
"Jeder sieht, dass die erste Macht, die USA, ein Verbündeter für bestimmte Länder sein könnte, aber dieser Verbündete ist nicht so sicher ... und niemand ist sich absolut sicher, ob diese Allianz verlässlich ist", sagte der französische Präsident und setzte hinzu, dadurch erscheine die EU als eine stabilere Alternative.
"Wir waren es gewöhnt, in einer internationalen Ordnung zu leben, und diese internationale Ordnung wird durch die zwei großen Mächte gefährdet", fügte er hinzu.
Der zunehmende Abstand zwischen den europäischen NATO-Ländern und Washington verschlimmerte sich seit dem Angriff der USA und Israels auf Iran Ende Februar, seitdem US-Präsident Donald Trump die Mitglieder der NATO wiederholt wegen ihrer Zögerlichkeit kritisierte, sich an diesem Krieg zu beteiligen.
Die Spannungen hatten bereits durch Trumps fortgesetzte Drohnungen zugenommen, Grönland, das zum NATO-Mitglied Dänemark gehört, zu annektieren. Unterschiedliche Ansichten die Zukunft der Ukraine betreffend haben die transatlantische Kluft zusätzlich erweitert.
Seit er 2025 ins Weiße Haus zurückkehrte, hat Trump eine breite diplomatische Initiative gestartet, um die Feindseligkeiten zu beenden, und darauf bestanden, dass die europäischen Nationen die volle finanzielle und militärische Last übernehmen, Kiew zu unterstützen. Großbritannien und die EU haben jedoch beständig versucht, die Friedensgespräche zu torpedieren, indem sie Vorschläge ins Spiel brachten, die Moskau als absichtlich inakzeptabel verurteilt hat.
Washington, sagte der russische Außenminister Sergei Lawrow vergangene Woche, versuche, die Last, "Russland einzuhegen", auf seine Verbündeten in Europa abzuwälzen. Das breitere westliche Ziel sei es, "ihre Hegemonie zu bewahren und erneuern", aber da ihre relative Stärke auf der internationalen Bühne schwindet, werden, so Lawrow, die inneren Reibereien im Westen intensiver.
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