Regenschauer und die dadurch ausgelösten Überschwemmungen in Thailands Hauptstadt Bangkok hätten 329.000 Haushalte beziehungsweise rund 700.000 Menschen betroffen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press unter Berufung auf die lokalen Behörden.
Am stärksten betroffen sind die östlichen Bezirke der thailändischen Hauptstadt. In einigen Vierteln stieg das Wasser über Kniehöhe, die Erdgeschosse von Gebäuden wurden überflutet. Wegen der Niederschlagsmengen müssen sich Einwohner auf den Straßen mit Booten fortbewegen.
Das Unwetter beeinträchtigte auch den Betrieb des wichtigsten Flughafens von Bangkok. Die Störungen führten zu Flugverspätungen, und ankommende Passagiere mussten länger als gewöhnlich auf ihr Gepäck warten. Die thailändische Luftwaffe teilte mit, sie schicke 69 Bodenpersonal-Angehörige zum Flughafen, um den Rückstand bei der Gepäckabfertigung abzubauen. Dieser sei vor allem darauf zurückzuführen, dass Flughafenmitarbeiter ihren Arbeitsplatz nicht erreichen konnten.
Das Unwetter betraf auch Nachbarländer. In Myanmar kamen nach Berichten lokaler Medien mindestens zehn Menschen ums Leben, Dutzende weitere werden nach Überschwemmungen und Erdrutschen in der südlichen Küstenregion Tanintharyi vermisst. Im Bezirk Dawei im Süden von Myanmar fielen am Montag 346 Millimeter Regen, so viel wie seit 80 Jahren nicht mehr. Die meteorologische Behörde Myanmars warnte, die Lage könnte sich verschlechtern, da die Sturmfront näher an Yangon, die größte Stadt Myanmars, heranrücke.
In Kambodscha haben Sturzfluten nach Angaben des Nationalen Komitees für Katastrophenmanagement mindestens zehn Provinzen getroffen, das Leben von fast 45.000 Familien beeinträchtigt und Tausende Menschen zur Evakuierung gezwungen.
Am Samstag, dem 26. September, war in allen 50 Bezirken Bangkoks wegen der anhaltenden Regenschauer und des hohen Hochwasserrisikos der Katastrophenzustand ausgerufen worden. Der Wetterdienst Thailands gab an, dass sich die Lage allmählich stabilisiere, prognostizierte jedoch starke Regenfälle in den zentralen, nördlichen und östlichen Landesteilen. Die Bevölkerung wurde vor möglichen Sturzfluten, über die Ufer tretenden Flüssen, Schlammlawinen und Erdrutschen gewarnt.
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