Die Demokratische Republik Kongo (DRK) ist eines der Länder, das vom jüngsten Ausbruch des extrem lebensgefährlichen Ebolafiebers am stärksten betroffen ist. Während die Zahl der bestätigten Ansteckungsfälle kontinuierlich steigt, machen die in Staatskliniken tätigen Ärzte mit ihrer Drohung Ernst: Seit diesem Donnerstag streiken sie für bessere Arbeitsbedingungen.
Insbesondere beschwert sich das oft unter extremen Bedingungen arbeitende Medizinpersonal über fehlende Schutzmittel, Medikamente und Medizingeräte. Zudem wird die Regierung in Kinshasa aufgefordert, die öffentlichen Ausgaben für das Gesundheitswesen zu erhöhen, um die strukturelle Unterfinanzierung des Sektors zu bekämpfen. Auch die Forderung nach höheren Löhnen wird laut. Trotz des landesweiten Streiks wollen die Protestierenden weiterhin Notfälle behandeln.
Die DRK-Regierung führt aktuell Verhandlungen mit den Ärztevertretern, um eine längere Unterbrechung der Gesundheitsversorgung zu verhindern.
Nach jüngsten Angaben sind die bestätigten Ebola-Fälle in dem zentralafrikanischen Land auf 635 gestiegen. 127 Infizierte sind inzwischen tot. Die Epidemie wütet in drei von bewaffneten Konflikten geprägten Provinzen: Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu. Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, ist es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) notwendig, 90 Prozent aller Kontaktpersonen zu ermitteln und zu beobachten. Derzeit liegt die Kontaktverfolgung nach Angaben der Regierung in Kinshasa bei rund 64 Prozent.
Das zentralafrikanische Land hat bereits mehrere verheerende Ebola-Ausbrüche erlebt, darunter die zweitschwerste Epidemie weltweit von 2018 bis 2020 mit mehr als 2.200 Toten. Der jetzige Ausbruch wurde am 15. Mai bekannt gegeben, blieb den Behörden zufolge jedoch wochenlang unentdeckt.
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