Liveticker Ukraine-Krieg: Kiews Truppen plündern Kirchen bei Donbass-Rückzug

7.11.2026 20:00 Uhr
20:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
19:58 Uhr
Gebiet Cherson: Drohne der ukrainischen Streitkräfte greift Markt an – keine Opfer
Wie der Leiter des Stadtbezirks Kachowka, Pawel Filiptschuk, mitteilte, hat eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte einen Angriff auf das Gelände des Marktes in Kachowka im Gebiet Cherson geflogen. Dabei gab es keine Opfer. In den sozialen Netzwerken schrieb er:
"Am Samstag, als die Menschen in aller Ruhe ihren täglichen Geschäften nachgingen und Einkäufe tätigten, wurde die Stadt Kachowka einem gezielten Angriff durch ukrainische Terroristen ausgesetzt. Mithilfe einer Drohne wurde ein terroristischer Angriff auf das Marktgelände verübt. Geschäfte und Autos wurden beschädigt. Glücklicherweise gibt es unter den Einwohnern keine Verletzten."
19:41 Uhr
Verteidigungsministerium: Militärfrachter und militärisches Umspannwerk getroffen
Laut einer aktuellen Mitteilung des Verteidigungsministeriums setzen die russischen Streitkräfte ihre Angriffe mit Drohnen auf Objekte der ukrainischen Kraftstoff- und Energieinfrastruktur fort, die zur Versorgung des Militärs dienen, sowie auf Seeschiffe, die für den Transport von Militärgütern eingesetzt werden. In der Mitteilung des Ministeriums heißt es insbesondere:
"Heute Nachmittag wurden in der Region Kiew durch Angriffe getroffen: in der Nähe der Ortschaft Irpen – Tanklastwagen auf einem Parkplatz, die für die Lieferung von Treibstoff an Einheiten der ukrainischen Armee eingesetzt wurden; in der Nähe der Ortschaft Nowyje Petrowzy – das Umspannwerk Sewernaja (330 kV), das Unternehmen der ukrainischen Rüstungsindustrie mit Strom versorgte. Darüber hinaus wurde in den Gewässern des Schwarzen Meeres östlich von Odessa ein Trockenfrachter getroffen, der militärisches Material und Güter mit doppeltem Verwendungszweck in die Ukraine transportierte."
19:12 Uhr
Bericht: Ukrainische Luftabwehr konnte nur 4 von 32 ballistischen Raketen abfangen
Wie die ukrainische Nachrichtenagentur UNIAN unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des Leiters des Präsidialamtes, Kirill Budanow, berichtet, hat die ukrainische Luftabwehr in der Nacht zum 7. November lediglich vier ballistische und quasi-ballistische Raketen abgeschossen. Dabei handelte es sich nach Einschätzung eines Gesprächspartners der Agentur insgesamt um etwa 32 Raketen.
18:59 Uhr
Kallas behauptet "Putin hat kein Vetorecht" – Kreml verweist auf handlungsunfähige EU

Die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas hat am Freitag bei einem Auftritt in Warschau behauptet, Wladimir Putin habe "kein Vetorecht über die europäische Sicherheit". Sie reagierte damit auf US-Präsident Donald Trump, der zuvor nach einem Treffen mit dem russischen Gesandten Kirill Dmitriew ein "großes, wunderbares Abkommen" mit Russland angekündigt hatte, das "ganz Europa einbeziehen" werde.
Trumps Schwiegersohn Jared Kushner nannte zuvor als Ziel für die anstehenden Dreiergespräche in Abu Dhabi "praktische Vorkehrungen, die die Sicherheitsinteressen aller Seiten berücksichtigen". Kallas betonte in diesem Zusammenhang, dass mit der NATO und der EU bereits eine europäische Sicherheitsarchitektur bestehe, und fügte hinzu, dass die Umsetzung eines Friedensvertrages "die Beteiligung der Europäischen Union erfordern" werde.
Kremlsprecher Dmitri Peskow unterstrich die Handlungsunfähigkeit der europäischen Institutionen. Ein "Gespräch mit den Europäern wird notwendig sein", da es um die künftige Sicherheitsarchitektur gehe, jedoch habe Moskau bisher "keinerlei Vorschläge" erhalten. Zudem könne die EU infolge ihrer "langen Unentschlossenheit" nicht einmal mehr bestimmen, "wer in ihrem Namen spricht".
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website
18:32 Uhr
Politologe: Im Winter droht Kiew wegen Stromproblemen ein "Maidan-Krieg"
Im Winter könnten in Kiew, wo es zu großflächigen Stromausfällen kommt, Zeltlager auftauchen, in denen sich ein Kampf zwischen verschiedenen politischen Kräften entfalten könnte. Diese Entwicklung prognostizierte der Politikwissenschaftler Bogdan Bespalko. In einem Gespräch mit dem Portal News.ru betonte er:
"Es wird zu einer Konfrontation zwischen den Anhängern von Bürgermeister Vitali Klitschko und denen von Präsident Wladimir Selenskij kommen. Insgesamt wird sich die Unzufriedenheit der Bevölkerung über den Mangel an Strom und Wärme in einem 'Maidan-Krieg' und in Kundgebungen – für und gegen Klitschko – entladen […] Und viele Stadtbewohner werden auf Spiritusbrenner in Konservendosen zurückgreifen müssen."
17:58 Uhr
Pistorius: Bundeswehr kann Ukraine keine weiteren Patriot-Luftabwehrsysteme liefern
Deutschland kann der Ukraine nach Angaben von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius vorerst keine weiteren Patriot-Systeme zur Raketenabwehr liefern. Die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren den SPD-Politiker mit den Worten:
"Deutschland hat mehrere Systeme bereits geliefert und dazu viele Lenkflugkörper. Mehr geht gerade nicht. Alles, was wir jetzt geben, würden wir vorläufig nicht ersetzt bekommen – das würde bei uns Lücken reißen, die wir nicht verantworten können. Andere Staaten haben deutlich weniger geleistet und sind nun mehr gefordert."
Beim nächsten Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe Mitte November werde "sehr ernsthaft" darüber geredet, so Pistorius.
17:29 Uhr
Foltervorwürfe gegen Kiew: AfD-Politiker fordert umfassende Aufklärung

Der Skandal um eine mutmaßliche geheime Haftanstalt nahe Kiew sorgt weiter für Empörung. Während ukrainische Behörden den Beteiligten an der Aufdeckung vorwerfen, im Interesse Dritter gehandelt zu haben, lobt die EU die Reformfortschritte der Ukraine.
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Tobias Teich hält die Foltervorwürfe für ernst zu nehmen und fordert eine umfassende Untersuchung möglicher weiterer Einrichtungen sowie die Aufklärung der Verantwortlichkeiten. Zugleich wirft er der Bundesregierung Doppelmoral vor, da sie den ukrainischen Präsidenten weiterhin unterstütze, ohne die mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen öffentlich ausreichend zu thematisieren. Die Vorwürfe sind bislang nicht unabhängig bestätigt.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
16:57 Uhr
Bericht: Finnland will Panzerabwehrsperren an der russischen Grenze errichten – wie in der Ukraine
Wie die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf die US-Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, erklärte der Befehlshaber der finnischen Landstreitkräfte, dass das Land die Erfahrungen aus dem Ukraine-Konflikt intensiv analysiere und die Möglichkeit prüfe, Panzerabwehrsperren an der russischen Grenze zu errichten. Dabei müsse die finnische Armee am Ostflügel der NATO laut dem Befehlshaber in der Lage sein, Raketenabschusssysteme und Drohnen zu zerstören, bevor diese auf finnischem Territorium zum Einsatz kommen.
16:11 Uhr
Politologe Lieven: Die einzige Chance für Kiew ist ein Kompromissfrieden mit Moskau
Die Ukraine sei nicht in der Lage, den Krieg zu gewinnen, und eine Verlängerung des Konflikts verstärke nur die Zerstörung des Landes, zitiert das amerikanische Portal Responsible Statecraft Professor Anatol Lieven. Ein wahrer Sieg für Kiew wäre ein – wenn auch schmerzhafter – Kompromissfrieden. Der Westen klammert sich jedoch weiterhin an Illusionen. In dem Artikel des Portals heißt es:
"Ein Kompromissfrieden, der Kiew die Souveränität sichert und es den Ukrainern ermöglicht, ihr Land wieder aufzubauen und in ihre Heimat zurückzukehren – das ist der Sieg für die Ukraine.
Wie Lieven wiederholt betont hat, ist es schlichtweg kurzsichtig, ein solches Ergebnis nicht als Sieg, sondern als etwas anderes zu betrachten. Die meisten Kriege enden nicht mit einem 'vollständigen Sieg einer der Seiten, sondern mit dem einen oder anderen schwierigen Kompromiss'."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

